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Die ProTestNote: Stop der Agrarsubventionen

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 ProTestNote 
Zusammenfassung Stop der Agrarsubventionen
Motivation Agrarsubventionen sind keine Lösung, sondern Teil des Problems. Der Anbau von Produkten wird gefördert, die tw. wieder aufwendig zerstört werden müssen um die Preise zu halten, bzw. gesundheits- und umweltschädlich sind (Tabak; Anbau auf Brachflächen, usw.).
Die Bauern klagen über Bürokratie und verdienen inzwischen mehr am Schreibtisch als auf dem Feld; Produkte werden für den Verbraucher verteuert und die Dritte Welt klagt über Handelshemmnisse. Daher Stop für diese Geldverschwendung!
ProTestNote an: Bundeslandwirtschaftsministerium, EU
Themenbezug Steuern/Finanzen/Subventionen
Regionalbezug --- 
Startdatum 31.07.2006 11:51:39
Pro 178
Contra 37
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07.07.2007 06:42:49 
Günter Haberland
contra  Sorry, aber diese Protestnote geht von dem längst überholten früheren System der Agrarförderung aus, das längst abgeschafft ist. Heute überwiegt die direkte Förderung, die nur noch auf die bewirtschaftete Fläche abstellt und nicht mehr - wie früher - produktbezogen ist. Von daher hat sie sich inhaltlich erledigt.

 
26.05.2007 08:57:04 
Sascha Morr(Die Linke/PDS)
pro  Auch ich bin für einen Stop der Agrarsubventionen, bitte jedoch darum es ein wenig differenzierter zu sehen. Subventionen sind generell ein gutes Mittel der Lenkung, jedoch werden sie Heute eher als *Breitbandantibiotikum* den gezielt eingesetzt. Es spricht in meinen Augen nichts dagegen sie weiterhin als Mittel der Steuerung zu verwenden, aber nicht so das die ganze Branche davon abhängig ist und sich darauf stützt. Die Agrarbetriebe müssen lernen sich wieder selbst zu tragen, ganz ohne das Vater Staat ihnen dabei unter die Flügel greift.

2007-05-28 09:18:26 von Stefan Baier(Demokraten):
Hallo Herr Morr,
nennen Sie mir bitte eine Subvention, die nicht in einer Fehllenkung geendet ist.

 
02.05.2007 18:05:53 
Nico Nissen(Unabhängige - für bürgernahe Demokratie)
pro  Ich glaube, bei einem vernünftigen Zeitplan hätte selbst mein Vater, der Landwirt ist, nichts dagegen. Doch zunächst müsste dafür gesorgt werden, dass die Bauern eine stärkere Marktposition erhalten, um die Lebensmittelketten und Verbraucher unter Druck setzen zu können.

2007-05-03 09:18:50 von :
Es wäre für viele Landwirte sicherlich von Vorteil, sich nicht nur nach Brüssel zu richten, sondern herauszufinden, was in ihrer Region am meisten gebraucht wird bzw. was sie im Vergleich zu den übrigen anders anbauen könnten, um in eine neue Marktlücke zu stoßen. In NRW gibt es meines Wissens z. B. einen Landwirt, der sich auf Heilkräuter spezialisiert hat und gut damit zurechtkommt. Mir scheint, daß die Landwirte auch Nachteile bei ihren Molkereigenossenschaften davon haben, daß sie nur für die Milchentlohnung daran gemessen werden, was der Liter Milch im Weiterverkauf einbringt und nicht auch daran, was aus der Milch sonst noch alles hergestellt und vermarktet wird (Joghurt, Quarkspeisen usw.). MfG Joachim Lund bv

 
26.03.2007 08:39:17 
Ernst Pommer
pro  Unsere Politiker haben keine Ahnung vom Volk, sie nehmen nur unser Geld, und die Behörden sind schlimm.

 
14.03.2007 08:59:37 
Matthias Wegner(Bündnis 90/Die Grünen)
pro  Ja es muss sich was ändern, aber nicht auf Kosten unserer Kenntnisse und Fähigkeiten uns selbst zu ernähren.

 
13.02.2007 14:08:50 
Christian Bundt(Wechselwähler)
pro  Ich bin grundsätzlich gegen unsere Subventionsmentalität. Mich subventioniert auch niemand und wenn meine Geschäfte (und etwas anderes ist die Landwirtschaft auch nicht) nicht auf Akzeptanz stossen, muß ich mir etwas einfallen lassen!

 
16.01.2007 06:54:58 
Bernd Schmieder(Wechselwähler)
pro  Tiere werde nur wegen der Bestandszahlen gehalten und Ernten werden vernichtet weil die erträge oft nicht zählen

 
08.07.2007 20:14:47 
Thomas Fischer
pro  Wie die Subventionen gezahlt werdern, spielt nicht wirklich eine Rolle. Fakt sind 40 Millarden Euro Subvention für die Landwirtschaft aus der EU Kasse. Selbst Bundespräsident Horst Köhler hat neulich die Dringlichkeit des Subventionsabbaus betont.
'Googled' man etwas im Internet, findet man Summen von 680€ bis 950€ die der einzelne Steuerzahler jährlich für die Landwirtschaft entrichten muß.
Die 980€ stammen von Alternativen, die Umweltfolgeschäden mit einrechnen.
Bei den Summen fragt man sich schon was in Deutschland wichtiger ist Bildung bzw, Betreuung für unsere Kinder, Renten für unsere Senioren, Gesundheitswesen oder daß die Bauern auf das obligatorisch Auto des Autobauers mit Stern verzichten müssen.
Natürlich ist das ein wenig überzogen, ich hab auch kein Problem Geld an jemanden abzutreten der die bayrisch Albwiesen bewirtschaftet, oder die Deiche in Norddeutschland und Landschaftspflege betreibt und am Existensminimum hart schuften muß.
Aber warum jemand, der auf Kosten der Allgemeinheit lebt, sich das Besagte Auto aus Stuttgart leisten muß, leuchtet mir beim besten Willen nicht ein.
Während meines Zivildienstes lernte ich manch alleinerziehende Mutter kennen, die von der Stütze leben mußte, obwohl sie eigentlich im volkswirtschaftlichen Sinne dem Wohle der Gesellschaft beitrug haben sich nicht wenige dafür geschähmt. Bei den Bauern heißt es Subvention ist um ein vielfaches teurer und meinen auch noch jammern zu müssen und ein schlechtes Gewissen finden man nicht mal im Ansatz.

Drum Bauern hört auf zu jammern und denkt an unsere Kinder.

 
05.01.2007 18:08:54 
Jan-Martin Lichte
pro  JA JA JA

 
21.11.2006 14:46:54 
Peter Deumelandt
contra  Die Kehrseite darf man dabei auch nicht vergessen.Es werden auch Subventionen gezahlt um die Kulturlandschaft als solches zu erhalten und nicht nur um den Bauern reicher zu machen.
Leider ist es so, dass die Preise für die Produzenten in den letzen Jahren extrem gesunken sind, bei gleichzeitig steigenden Kosten für die Vorleistungsgüter(wie Dünger,Kraftstoffe...).
Die Landwirtschaft in Europa in der Breite ist nur über höhere Erzeugerpreise(bei lidl,aldi &co schlecht durchzusetzen)oder über subventionen erreichbar.
Es ist unbestritten das die Subventionen weiter überdacht werden müssen, dies wird 2013 auch geschehen, aber wer von Euch gesunde Lebensmittel aus Deutschland zu sich nehmen möchte muss dafür auch einen Preis zahlen.
Wenn dies nicht an der Ladentheke geschieht, dann über Subventionen.

Grüße Peter

2006-12-01 15:13:17 von Peter Deumelandt:
Danke für den Tip, ich habe es gleich notiert.
Schönes Wochenende

Peter Deumelandt

2006-12-01 10:45:41 von :
Lieber Herr Deumelandt und alle Interessenten,

hier nur ein Hinweis zu einer Information des TV-Senders PHOENIX, die ich gestern abend verfolgte unter dem Titel "Das Superkonto". Hier wurde geschildert, wie z. B. Agrar-Subventionen (Subversionen?) in der EU gehandhabt werden. Diese meines Erachtens sehr interessante Sendung wird widerholt bei PHOENIX am 05.12.2006 um 08:15 Uhr und am 06.12.2006 um 18:30 Uhr. Mit besten Grüßen - Joachim Lund bv

2006-11-24 08:18:10 von :
Sehr geehrter Herr Deumelandt,

Ihre Darlegungen sind sicherlich richtig, aber leider erhalten eben nicht die Landwirte, an die Sie denken, den Hauptteil der Subventionen, aber ich will mich nicht wiederholen; es ist alles schon gesagt. Gern unterstütze ich Sie darin, daß international die Produktionsmethoden verbessert werden müssen, so daß Fortschritte angemessen endlich auch den Arbeitern und der Umwelt zugutekommen (Beispiel Zucker). Hier können wir durchaus einwirken, aber es muß ernsthaft gehandelt werden. Bei illegalem Holzeinschlag erleben wir ja leider, daß Zertifikate gefälscht und die Kontrollen zu lax gehandhabt werden. Der Weg aber wäre richtig. Deshalb müssen wir uns stärker organisieren und protestieren, auch mit Hilfe z. B. des Verbraucherschutzes; denn viele Mitbürger wissen oft nicht, unter welchen Bedingungen welche Produkte entstehen (vgl. Hunde- und Katzenfelle als Besatz an harmlos wirkenden Kleidungsstücken). Es würde aber der alte Grundsatz bei Subventionen helfen: Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn auf Dauer eine landwirtscahftliche Produktion ohne Subvention nicht mehr auskommt, müßte wohl das Angebot stärker auf eine Lücke im Bedarf spezialisiert werden, so daß nicht alle Hersteller dieselbe austauschbare Ware erzeugen, sondern sich auf Nischenprodukte, z. B. gibt es im Rheinland einen Landwirt, der sich auf Heilkräuter spezialisiert hat, verlegen, die auch gefragt sind. Die Globalisierung bringt in der Landwirtschaft ähnliche Probleme wie bei anderen Gütern auch. Ein großer Fortschritt wäre schon, wenn Subventionen wenigstens nicht in die falschen Kanäle geleitet würden.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Lund bv

2006-11-23 11:27:11 von Peter Deumelandt:
Lieber Joachim,
ich stimme mit ihnen überein, dass der Markt transparenter gemacht werden muss. Aber wenn sie hier schreiben das höhere Preise marktwirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sind unterstelle ich ihnen das sie sich mit der Materie nicht tiefgründig beschäftigt haben.
Ich beziehe mich jetzt nur auf die Getreideproduktion: Die Preise sind in den letzten 15 Jahren zusammengebrochen, bei gleichzeitig steigenden Kosten für Diesel, Pacht, Dünger, Saatgut usw. Wenn wir jetzt unterstellen, dass die Produktivität die Kostensteigerungen ausgeglichen hat, ist dies auf den technischen Fortschritt zurückzuführen. Aber die Preise sind auch gefallen, und damit haben wir ein Problem.
Es ist in vielen Regionen in Deutschland so, dass der Faktor Arbeit(insbesondere in den Familienbetrieben)nicht mehr über die Erlöse sondern über die Subventionen bezahlt wird. Wenn wir also die Subventionen weiter zurückfahren, oder ganz streichen wollen muss ein Ausgleich stattfinden und dies geht nur über höhere Preise.
Über die von Ihnen genannten Vorkosten sind wir uns einig, hier muss etwas passieren, aber das ist nicht das Gros der Agrarsubventionen. Der Großteil fließt nunmal als flächengebundene Prämie an den Landwirt, als Ausgleich für die niedrigen Preise und für die Erhaltung der Kulturlandschaft.
Wenn der Bürger das nicht mehr will, dann muss er damit klar kommen, dass große Konzerne in Südamerika und Afrika usw. die benötigten Lebensmittel für uns erzeugen, mit den damit verbundenen Raubbau an der Natur. Und weiterhin müssen wir uns dann daran gewöhnen, dass z.b. in Brandenburg ein Steppenlandschaft entstehen wird, weil eine Produktion dort nicht oder zumindest schwierig möglich ist.
Ich möchte nocheinmal auf ihren Punkt der Vorabkosten für z.b. Abnahmeverpflichtungen zurückkommen. Dies betrifft unter anderem die Zuckerrübe, für diese Kulturart würden Preise wie auch die Lieferkontigente gesenkt, mit den Folgen das mehr Zucker eingeführt wird. Jetzt schauen wir uns nur mal an, wo dieser Zucker herkommt: von grossen Farmen im Ausland, die sich selten an unseren Umweltmasstäben messen lassen, mit Arbeitern zu Hungerlöhnen und reichen Großgrundbesitzern, die sich um die Natur und die Menschen ein Sch.. kümmern. Ist das Land nichts mehr wert, rode ich den nächsten Wald....

Aufgrund dieser Tatsachen geht das Höfesterben in Deutschland weiter, mit den negativen Folgen für die ländlichen Regionen und deren Bewohnern. Selbstständige mit der Natur lebende Menschen werden verdrängt ist das der Preis den wir zahlen wollen?

Zu diesen Punkten sollte jeder Stellung beziehen und dann sollten wir eine für alle verträgliche Lösung finden.

2006-11-22 14:23:10 von :
Vor allem brauchen wir auch hier Transparenz. Die Beihilfen zum Schutz der Natur sind ein Sonderfall, den ich nicht zu den Subventionen für die Landwirtschaft zähle. Das Preisniveau der Nahrungsmittel ist ohnehin viel zu sehr von direktiven Größen abhängig (Abnahmeverpflichtungen, Vorratshaltung, Export zu Dumpingpreisen), die alle preistreibend sind. Bevor wir also freiwillig höhere Preise zahlen sollen (nicht marktwirtschaftlich begründbar), müssen erst die vielen Vorabkosten, die wir nicht wollen, beseitigt werden.
MfG Joachim Lund bv

 
10.11.2006 10:49:41 
pro  Ziel muß eine zukünftig von Subventionen unabhängige Landwirtschaft sein. Um dieses wichtige Ziel zu erreichen, bedarf es eine Transferstrategie und einer Übergagszeit.
Wer arbeitet auch noch daran?
Mir bisher bekannt ist die österreichische Initiative "Sicherung landwirtschaftlicher Familienbetriebe" SiLaFa;
s.a. www.SiLaFa.at


 
06.11.2006 21:27:21 
alex jobst
pro  Im Tenor dafür, die Begründung teile ich nicht.

2006-11-07 12:53:58 von :
Welche Begründungen verwerfen Sie und welche würden Sie gutheißen?
MfG Joachim Lund bv

 
04.10.2006 10:56:34 

pro  Besser wäre wenn die Menschen wieder ein wenig mehr Geld für ihre Nahrungsmittel ausgeben würden und dabei regionale und ökologische Produkte bevorzugten...

2006-10-07 17:03:23 von Stefan Baier(Demokraten):
Wenn die Kunden minderwertige Qualität wünschen, warum sollten die Unternehmer dieses Bedürfnis dann nicht befriedigen.

M.E. besteht das Hauptproblem darin, daß die Kunden gar nicht wissen, wie schlecht manche Qualität von Lebensmitteln ist. Wenn ich mich irre, und die Kunden es doch wissen und trotzdem schlechte Qualität kaufen, dann gibt es kein Problem. Ansonsten wäre staatliche Ernährungsberatung angebracht.

2006-10-06 08:00:09 von :
Die Menschen sollten und werden sich in ihrem Interesse verhalten. Was ich andeuten wollte, war, daß man die Verantwortung für das Verhalten der Erzeuger nicht auf die Kunden abschieben darf, etwa nach dem Motto: Ihr wollt ja billig einkaufen, also geben wir Euch minderwertige Ware. Das Ideal liegt darin, durch die Kunst des Unternehmertums hervorragende Qualität zu günstigen Preisen zu bieten. Das ist möglich durch hohe Akzeptanz dieser Angebote und günstige Gestehungskosten aus den höheren Stückzahlen.
MfG Joachim Lund bv

2006-10-05 17:16:23 von :
Leider haben es die Kunden wenig in der Hand, mit bereitwillig gezahlten höheren Preisen auch höhere Qualitäten zu erhalten. Wer Mißbrauch treiben will, wird zur Anpassung seine Preise angleichen (erhöhen), um nicht aufzufallen und dennoch schlechte Ware mit falschem Etikett anbieten, solange die Kontrollen nicht rigoros durchgreifen.
MfG, Joachim Lund bv

2006-10-05 07:51:19 von Stefan Baier(Demokraten):
Ist das ein Appell an die Menschen, wie sie sich verhalten sollen?

 
29.09.2006 14:15:35 
Hartmut Grebe
pro  Die Agrarsubventionen sind einer der großen Verzerrer unserer Wirtschaft, der zu falschen Schlüssen und falschen Politiken führt.

Insbesondere wird der Wettbewerb verzerrt. Osteuropäscihe Länder können deswegen Lebensmittel billiger produzieren, weil ihre Arbeitskosten aufgrund ihrer Lebenshaltungskosten sehr viel niedriger sind und dann weil sie zusätzlich noch von Gelder aus Brüssel unterstützt werden, für die wir alle als Geberland zahlen.

Wir machen damit unsere Landwirtschaft kaputt.

Was not tut, sind Überlegungen darüber, mit welchen Nahrungsmitteln oder sonstigen Funktionen unsere Landwirtschaft langfristig erhalten werden kann.
Hartmut

 
24.08.2006 21:51:50 
Melanie von Orlow
pro  Ein sinnloses Geldverteilungssystem, das der Umwelt schadet und nur den Agrarkonzernen nützt.

2006-10-08 17:04:00 von :
Die Politik bleibt uns die Antwort auf die Frage schuldig, wozu die Agrarsubventionen überhaupt dienen sollen, wenn nicht die Klein- oder mittleren landwirtschaftlichen, sondern Großbetriebe und die Lebensmittelkonzerne (wie Nestlé) Hauptnutznießer sind. Qui bono?

 
23.08.2006 10:47:44 
Stefan Baier(Demokraten)
pro  Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage: Jegliche staatliche Wirtschaftsförderung ist einzustellen. Staatliche Förderung endet IMMER in einer Fehllenkung.

Beispiel: Es wird viel zu viel Getreide angebaut, weil nicht der Markt, sondern die EU vorschreibt, wer was produzieren darf. Folge:
Bauern gehen dazu über, ihr Getreide nicht mehr zu verkaufen sondern zu verheizen. Das bringt ihnen durch das gesparte Öl mehr.

Pervers, oder?

2007-05-26 08:48:19 von Sascha Morr(Die Linke/PDS):
Nun jede Art von Subvention abzuschaffen ist auch keine Lösung. Das Hauptproblem sind die *Dauersubventionen* welche die Betroffenen dauerhaft erhalten. Es spricht an sich nichts gegen Startsubventionen (also wenn ein neuer Betrieb gegründet wird) um Neugründungen als auch Entwicklungen zu fördern. Außerdem muss man bei Subventionen auch noch andere Aspekte bedenken. Z. B. wird auch der Bau von privaten Solaranlagen subventioniert was ökologisch durchaus Sinn macht.

Man muss die ganze Sache recht differenziert betrachten. Subventionen können zur Lenkung eingesetzt werden, dürfen jedoch nicht als dauerhafte Förderung existieren. Achso ja auch das Unternehmen Dinge von den Steuern absetzen können ist eine Subvention.

 
04.08.2006 09:24:23 
pro  Das System, generell, Jeden und Alles in grundsätzliche Abhängigkeit des Staates zu bringen ist abzuschaffen.

Nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen sollte das Ziel der Agrapolitik sein.
Nicht die reine Alimentation des Bauern.




 
02.08.2006 13:24:18 
pro  Diese Subvention gehört auf jeden Fall abgeschafft - aber auf jeden Fall EU-weit. Sonst subventionieren wir mit unseren Steuern die Bauern in anderen EU-Ländern und rationalisieren nur die eigenen Bauern weg. Die Bauern sollten das anpflanzen, was verkaufbar ist (und sei es Raps für Biodiesel) - und wir als Verbraucher sollten stärker darauf achten nicht immer das Obst und Gemüse aus Brasilien, Australien oder auch Italien zu kaufen.
Dazu passt aber auch die jedes Jahr wieder auftretende Frage der Unterstützung der Bauern wegen Trockenheit, Nässe, Hitze, Überschwemmung, Sturm, ... Das gibt's für andere Industriezweige auch nicht, mal abgesehen von großen Flutkatastrophen.

 
07.11.2006 12:52:08 

pro  Die Agrarsubventionen gelangen nicht, wie vermutet, an die ursprünglich als erhaltenswert angesehenen Bäuerlichen Betriebe, sondern an Großunternehmen, sog. Agrar-Industriebetriebe, und an die Hersteller-Konzerne wie Nestlé u. a. Es ist nicht einzusehen, daß diese Empfänger mit Steuergeldern subventioniert werden. Häufig werden angehäufte Bestände, z. B. Butter und Milch, deren Überschüsse der Abnahmeverpflichtung zu Festpreisen zu danken ist, zu Dumpingpreisen in Entwicklungsländer verkauft, wo sie die dortigen Erzeuger verdrängen und ihnen die Existenzgrundlage nehmen. Das konterkariert die Entwicklungshilfe.

 
12.09.2006 13:33:39 
pro  Subventionen scheint überwiegend von Lobbyismus und nicht von wirtschaftlicher Zweckmäßigkeit gelenkt zu sein. Daher - Abschaffen und der Wirtschaft seinen Lauf lassen. Nach dem Schmerz kommt es zu einem wirtschaftlich gesundem Gleichgewicht.

 
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